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Ohne diese Voraussetzungen ist nicht nur die Erreichung des Lernziels "Salto" in Frage gestellt, man würde auch ein hohes Verletzungsrisiko eingehen.

Kann man Saltospringen lernen,

ohne einen Purzelbaum schlagen zu können?

  

Um das Lernziel "Salto vorwärts" in Angriff nehmen zu können, wird in Fachkreisen die Beherrschung von Rolle und Flugrolle vorausgesetzt.


  

Darüber hinaus werden weitere Fähigkeiten gefordert:

  • dynamischer Anlauf
  • Sprungkraft
  • Körperspannung
  • Rumpfstabilität
  • Koordinationsvermögen
  • Orientierungsfähigkeit
  • Selbstvertrauen

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Beim lesen, schreiben oder rechnen Lernen ist das Verletzungsrisiko nicht so offensichtlich. Es besteht darin, dass erfolgloses Üben zu Selbstzweifeln, Selbstwerteinbußen, Schul- und Leistungsangst bis hin zu generalisierter Lernverweigerung führen kann. Trotz dieser Gefährdung wird nicht immer darauf geachtet, ob ein Kind die Voraussetzungen für die Erreichung  eines bestimmten Lernziels erfüllt.


Die angeführten Beispiele sind exemplarisch und die angeführten Voraussetzungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sollen lediglich Hinweise geben, woran es liegen könnte, dass …


… manche Kinder sich das 1 x 1 einfach nicht merken können

Das 1 x 1 gehört zu den wenigen Lernzielen in der Mathematik, bei denen das Auswendiglernen eine bedeutsame Rolle spielt. Das heißt aber nicht, dass für das Erlernen des 1 x 1 kein Verständnis der mathematischen Zusammenhänge erforderlich wäre. Bloßes Auswendiglernen, wenn es denn überhaupt gelingt, würde lediglich ermöglichen, die 1 x 1 – Sätze abrufen zu können. Eine sinnvolle Verwendung bei der Lösung mathematischer Fragestellungen im Sinne eines „Werkzeugs“ wäre damit nicht gegeben. Daher sind sogenannte Ableitungsstrategien meiner Auffassung nach unverzichtbar für das dauerhafte Erlernen, aber auch für den flexiblen Einsatz des 1 x 1. Um solche Querverbindungen nutzen zu können, sind folgende Voraussetzungen erforderlich:

  • Sicheres Operationsverständnis: Damit ist gemeint, dass Kinder den Zusammenhang zwischen Multiplikation und Addition erfasst haben müssen. Ein Kind, das nicht verstanden hat, dass sich die Malaufgabe 4 x 3 auch als 3 + 3 + 3 + 3 errechnen lässt, ist nicht in der Lage, Ableitungsstrategien zu verstehen. Gut gemeinte Ratschläge, dass 6 x 8 ganz einfach ist, wenn man 5 x 8 weiß, werden einem solchen Kind nicht helfen.

  • Sicheres Kopfrechnen (Plus und Minus) mit Zehnerübergängen und Verständnis des Stellenwertsystems. Ohne diese Fähigkeit, ist ein Kind nicht in der Lage, Ableitungsstrategien anzuwenden.

Wenn ein Kind diese Voraussetzungen noch nicht in erforderlichem Maße mitbringt, wenn das 1 x 1 in der Schule "dran" ist, ist die Erreichung dieses Lernziels gefährdet.


... manche Kinder Längen- und Kürzezeichen immer verwechseln

Einer der Grundpfeiler des regelgeleiteten Rechtschreibens ist die Vokallängenregel. „Nach einem kurzen Vokal folgen zwei Konsonanten, nach einem langen Vokal folgt nur ein Konsonant.“ Diese, scheinbar einfache Regel ist meiner Erfahrung nach eine der größten Fehlerquellen. Voraussetzungen für die sinnvolle Erarbeitung und die sichere Anwendung der Vokallängenregel sind:

  • Sicherheit beim lautgetreuen Schreiben

  • Kenntnis der Buchstabenarten, Unterscheidung Selbstlaute/Mitlaute

  • Fähigkeit, lange und kurze Selbstlaute zu differenzieren und zu korrekt zuzuordnen

  • Erkennen des Zusammenhangs zwischen Wortklang und Schreibung

  • Beachten des Wortklangs beim Schreiben

Wenn Kinder diese Voraussetzungen nicht mitbringen, kann diese Rechtschreibregel nicht sinnvoll zugeordnet und abgespeichert werden.

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